Videothek vs. Streamingdienst

Videothek vs. Streamingdienst

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Videothek vs. Streamingdienst

Ich kann mich noch gut daran erinnern als mein Bruder mitte der 80ziger Jahre unseren ersten Videorekorder mitbrachte.

Es war ein Hitachi VHS-Rekorder mit Fernbedienung, wenn auch diese per Kabel mit dem Abspielgerät verbunden war.

Selbst unser alter Röhren-Fernseher hatte damals noch keine Fernbedienung und insgesamt nur 8 Programme aber immerhin war es ein Farbfernseher.

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Ich denke mal, jüngere Leser schütteln jetzt erstmal ungläubig mit dem Kopf.

Da stand nun unser Videorekorder und wir schlossen ihn auch sogleich per Scart-Kabel an.

Wo ist die nächste Videothek

Jetzt gab es nur ein Problem, wir hatten keine Videokassette um das Ding wenigstens mal zu testen.

Also suchten wir im Telefonbuch erst einmal eine Videothek um kurz darauf mit meinem Vater dorthin zu fahren.

Es war eine kleine Videothek aber mit einer großen Auswahl an Filmen, zumindest für damalige Verhältnisse eine große Auswahl.

Es gab überwiegend VHS Kassetten aber auch Betamax und Video 2000, die beiden letzteren haben sich nicht sehr lange gehalten.

Zwei Filme leihten wir uns aus, damals noch zu einem wahnsinns Preis von 20 DM pro Film.

Einer davon war “Die Warriors” von 1979, den zweiten habe ich vergessen.

Das war also meine erste Begegnung mit einer Videothek die nach und nach wie Pilze aus dem Boden schossen.

Von VHS ging es zur DVD und dann zur Blu-Ray Disc.

Als ich 2002 nach Hanau zog war eine der ersten Maßnahmen mich in einer Videothek an zu melden.

Es war eine schöne, große und übersichtliche Videothek, die wenige Jahre später umzog und sich weiter vergrößerte.

Über zwei Stockwerke waren Filme und mittlerweile auch Spiele für die verschiedenen Spielkonsolen zu finden und ich fühlte mich immer gut aufgehoben.

Verkleinerung und erneuter Umzug der Videothek

Mit aufkommen der Streamingdienste verkleinerte sich die Videothek nach und nach.

Im Jahre 2016 wurde das gesamte obere Stockwerk an eine Fitness-Gruppe vermietet und das untere Stockwerk gab es auch nur noch zur Hälfte als Videothek, die andere Hälfte war ein Second-Hand Verkauf.

2019 kam der nächste Umzug in die Innenstadt. Hier steht jetzt der Second-Hand Laden im Vordergrund der sich über das ganze Erdgeschoß ausbreitet während die Videothek in den Keller verbannt wurde. Ohne Fenster und auf einer Fläche von ca. 50m² hat man nun die Auswahl an Filmen, wobei hier die Pornos den meisten Platz einnehmen.

Ich muss gestehen das wir, meine Frau und ich, kaum noch Filme in der Videothek ausgeliehen haben.

Streamingdienste, die neuen Videotheken

Vor drei Jahren (2016) sind wir zu Unitymedia gewechselt und dort war Maxdome inklusive also bestand kaum noch Interesse daran sich einen Film aus der Videothek auszuleihen.

Wobei Maxdome mich persönlich eher weniger überzeugt hat.

Seit November 2017 nutzen wir noch zusätzlich den Streamingdienst “Netflix” und ich kann nur sagen, es war eine sehr gute Entscheidung.

Es gibt für jeden etwas, ob Filme oder Serien, ob Horror oder Liebesfilm, es bleiben keine Wünsche offen für wenig Geld.

Natürlich gibt es noch andere Streamingdienste aber für uns reicht der eine völlig aus, Maxdome schauen wir gar nicht mehr.

Ja und ich denke mal das ist wohl der Untergang der Videotheken.

Natürlich kann ich mich auch irren und sie kommen irgendwann wieder groß raus wie mittlerweile auch wieder die Schallplatten ihr Comeback feiern.

Naja, warten wir es ab.

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